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Kulturanleitung für PleioneKulturanleitung für PleioneDas Pflanzsubstrat soll möglichst durchlässig sein. Es gibt hierzu verschiedene Mischungen: z.B. 4 Teile mittelgrobe (1-10 mm) Rinde, 2 Teile Seramis, 1 Teil Vermiculite, ½ Teil Aktivkohle, 1 Teil Torf und 2 Teile zerkleinerter Schaumstoff (ca. 3-6 mm) oder z.B. 4 Teile Rotstängelmoos (kommt in Kiefernwäldern vor) und 2 Teile Kiefernnadeln. Ich selbst bevorzuge die erste Mischungsvariante. Die Töpfe werden bis zu ¾ mit Substrat gefüllt, darauf werden die Bulben gestellt und jetzt wird mit dem Pflanzstoff weiteraufgefüllt. Das untere Drittel der Bulben sollte im Substrat sein. Bei manchen Pleione bitte etwas tiefer (etwas über die Hälfte in das Substrat) pflanzen, da sich sonst die Pflanzen aus dem festen Material rausschieben. Die weißen Pleione formosana Typen (Clare, usw.) und Pln. bulbocodioides ’Yunnan’ lieben es noch tiefer gepflanzt zu werden (3/4 der Bulbe im Substrat bis nur wenige mm noch sichtbar). Der Pflanzstoff sollte einen leichten Feuchtigkeitsgehalt haben, „bügelfeucht“. Ab jetzt werden die Pflanzen kühl gehalten und nicht gegossen. Wenn die Knospe beginnt, sich abzubiegen, wird das erste Mal gegossen (vorher gießen kann zum Verlust der Blüte führen!). Wenn die Pflanze verblüht ist und das Wachstum beginnt wird regelmäßig gegossen. Im Sommer kann man bei Pleione mit dem obersten Pflanzstoffbeispiel jeden Tag gießen. In der Heimat der Pleione regnet es im Juni und Juli jeweils bis zu 900 Liter pro m² und Monat. Mit jedem Gießen wird gedüngt. Gut sind hierzu z. B. mein Spezialdünger f. empfindliche Pflanzen oder ein anderer guter Volldünger mit einem ausgewogenen N-P-K-Verhältnis. Ab August wird das Wasser und der Dünger stark reduziert und die Pflanzen sollen vor Regen geschützt werden. Anfang September wird zum letzten Mal gegossen und die Pflanzen sollen bis Oktober / November langsam ausreifen, die Blätter verlieren und das Substrat durchtrocknen. Im November / Dezember austopfen und in einem Plastikbeutel im Kühlschrank (Gemüsefach) überwintern. Wenn Sie einen kalten (ca. 4 °C) Keller haben ist der auch hervorragend geeignet. Allgemein ziehen Pleione einen kühleren Platz vor. Die Lieblingstemperaturen sind im Winter 0-4 °C, Frühjahr 8-18 °C und im Sommer bis ca. 26°, bei höheren Temperaturen bitte den Boden der Umgebung befeuchten. Dies senkt die Temperatur und erhöht die Luftfeuchtigkeit. Schädlinge sind normalerweise nicht vorhanden, bei zu hoher Temperatur kann im Winter sehr selten Blattlausbefall oder im Sommer Spinnmilbenbefall vorkommen. Hier hilft Neudosan bzw. Netzschwefel und bewegte Luft. Pilzkrankheiten entstehen ebenfalls nur bei zu hohen Temperaturen. Bitte auf Schnecken, Kellerasseln und Trauermücken achten. Es hat sich bestätigt, dass Neudomück eine erstaunlich gute Wirkung gegen Trauermückenlarven im Substrat hat! Für eine erfolgreiche Kultur hat sich außerdem die Gabe von Schwefel in Form von Bittersalz als gut erwiesen.
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